Wie Sie Vielfalt in Ihrem KMU für Ihren Unternehmenserfolg besser nutzen

Die Summe der Überzeugungen und Talente Ihrer Mitarbeiter macht die Vielfalt im Unternehmen aus. Ihre Aufgabe als Unternehmer ist es diese Vielfalt strategisch bestens für Ihren Unternehmenserfolg zu nutzen. Setzen Sie Vielfaltsmanagement in Ihrem KMU ein, kann es Ihnen gelingen auch Ihre Kunden besser zu erreichen. Mehr potentielle Interessenten finden durch zielgruppengerechte Ansprache leichter den Weg zum Betrieb bzw. zum Produkt.

Letzteres gelingt vor allem indem Sie Mitarbeiter haben, die sich mit ihrem Wesen und ihren Talenten auf Ihre Kunden einstellen wollen. Auch für die erfolgreiche Mitarbeitergewinnung ist es bekömmlich, dass Sie wissen, welche Talente das Team in Ihrem KMU noch ergänzen und bereichern.

Die Vorstellung von Arbeit und Leben verändert sich

Die Vorstellung von Arbeit im Unternehmen und Leben im Allgemeinen verändert sich. Viele Mitarbeiter wollen sich selbst verwirklichen und entsprechend ihrer Talente eine Stelle besetzen. Das Glücksgefühl und die Bindung Ihrer Mitarbeiter wird gestärkt durch echte Anerkennung sowie wertschätzenden und achtsamen Umgang miteinander. Das Lob vom Chef wirkt nur motivierend, wenn es von Herzen kommt und an der richtigen Stelle situationsbezogen passiert. Können sich Mitarbeiter nicht wirklich am Arbeitsplatz einbringen, sinkt die Motivation und das Leistungspotenzial schnell in den Keller. Viele werden sogar (dauerhaft) krank.

Voraussetzung für das Leben mit Vielfalt ist die Bereitschaft dazu

Vielfalt im Unternehmen bezieht sich in erster Linie vor allem auf Alter, Geschlecht, religiöse und kulturelle Herkunft. Auf den zweiten Blick können Sie Vielfalt im Kontext zum sozialen Status, gelebter Inklusion, bestimmter Neigungen, Kompetenzen oder Erfahrungen betrachten.

In gewachsenen Strukturen müssen Sie Ihre Mitarbeiter so annehmen, wie sie sind. Ebenso ist es wichtig, dass Sie die Talente Ihrer Mitarbeiter kennen, um sie besser für das Unternehmen einzusetzen. Außerdem müssen Sie Ihre Zielgruppe kennen und das heißt vor allem analysieren, um gerade im Vertrieb beim Kunden bestmögliche Ergebnisse zu erzielen. Dazu können Sie für sich und Ihr KMU folgende Fragen beantworten:

  1. Was verbinden Sie mit dem Begriff Vielfalt, wenn es um Sie und Ihr Unternehmen geht?
  2. Bieten bzw. lassen Sie (genug) Raum für die Entfaltung Ihrer Mitarbeiter?
  3. Welche Talente Ihrer Mitarbeiter fallen Ihnen spontan ein?
  4. Wie passen diese Talente zum Team?
  5. Welche Talente passen gut zu Ihren Kunden bzw. lassen sich für die strategische Kundenbindung und -gewinnung nutzen?

Unser Tipp: Nur, wenn Sie als Unternehmensinhaber Vielfalt leben und tolerieren, öffnen sich auch Ihre Mitarbeiter!

Beispiele, für gelingendes Vielfaltsmanagement im Betrieb

Vielfaltsmanagement beginnt schon dann, wenn Sie sich für Ihr KMU strategisch Gedanken zu den Talenten Ihrer Mitarbeiter machen, um diese gewinnbringender für Ihren Unternehmenserfolg einzusetzen. Dazu müssen Sie Ihre Mitarbeiter und deren soziales Umfeld kennen(lernen).  Am Besten klappt das ungezwungen und mit dem nötigen Einfühlungsvermögen. Die Gratwanderung besteht natürlich oft neben dem gutem Freund auch der Chef zu bleiben, der gute Arbeit erwartet und, dem bestimmte unternehmerische Werte wichtig sind. Arbeiten Sie am besten gemeinsam mit Ihren Mitarbeitern an der Mission und Vision des Unternehmens.

Unser Tipp: Seien Sie als Unternehmensinhaber nicht nur der Kapitän auf der Brücke sondern auch der ratgebende Elternteil und die beste Freundin beim Kaffeeklatsch – kurz: Führen Sie situativ und seien Sie sich Ihrer Vorbildfunktion bewusst !

Gute Beispiele für Vielfaltsmanagement im KMU gibt es viele

So hat es sich für ein Erlebnisbad sofort ausgezahlt, eine fremdsprachige Mitarbeiterin, die sich für den Empfang bewarb, einzustellen. Auf der anderen Seite kämpft ein Kur- und  Wellnessbetrieb im ländlichen Raum händeringend darum mehrsprachige Mitarbeiter für das Wohnen und Arbeiten vor Ort zu begeistern. Hier könnte eine funktionierende Maßnahme, dass entwickeln einer echten Willkommenskultur, welche über die Region ausstrahlt, sein. Ein Check, ob und wie vielfältig Ihr Unternehmen bzw. die Kundenbasis ist, wird auch erforderlich sein, wenn Sie sich im Rahmen von Vergabe durch die öffentliche Hand um Aufträge bewerben (wollen).

Unser Tipp: Nutzen Sie den kostenfreien Diversity- Check der TU-Dortmund, um sich einen Überblick über die vorhandene Vielfalt in Ihrem KMU zu verschaffen!

Warum Ängste keine gute Basis für ein gelingendes Vielfaltsmanagement sind

Alarmismus und das Schüren von Ängsten sind keine gute Basis für ein funktionierendes Vielfaltsmanagement bzw. für das Zulassen von Vielfalt überhaupt. Als Unternehmer sollten Sie sich immer ganzheitlich mit Ihrem Unternehmen sowie Ihren Mitarbeitern befassen. Wenn Statistiken, Broschüren und reißerische Pressemeldungen Sie dazu veranlassen sich z. B. mit den Folgen des demografischen Wandels zu beschäftigen, ist der Fortbestand Ihres Unternehmens vielleicht in Bezug auf gute Fachkräfte schon gefährdet. Auch erfordert es betriebswirtschaftlich deutlich mehr finanziellen Aufwand aufgrund von unumkehrbaren Problemen funktionierende Lösungen zu schaffen. Die Notwendigkeit sich breit, fokussiert oder/und vielfältig aufzustellen, ergibt sich oft aus dem, was Sie anbieten, aus Ihren Mitarbeitern und Ihren Kunden.

 

Entwicklungen verpasst!

Zum ersten macht es also kaum Sinn sich 10 Jahre über viele Bewerbungen zu freuen und sich dann im elften Jahr über Bewerbermangel zu beschweren, wenn man die strategische Bevölkerungs- und Fachkräfteentwicklung schlicht gar nicht auf dem Schirm hat. Hier bietet es sich an auch über den Tellerrand hinaus aktiv unternehmerische Querschnittsthemen gemeinsam mit Ihren Mitarbeitern zu bearbeiten.

Talentemanagement rechtzeitig starten

Zum Zweiten ist in Zeiten von Vollbeschäftigung der Bodensatz von potentiellen Mitarbeitern mit erheblichen Vermittlungshemmnissen nur sehr schwer und kostenintensiv zu erschließen. Wenn man sich keine Talente mehr aussuchen kann bzw. diese erst mit vielen Maßnahmen und Qualifizierungen aktivieren muss, ist der Unternehmenserfolg nicht mehr langfristig gesichert. Dagegen hätte es sich in Zeiten des Bewerberüberschusses als wertvoll und zukunftsorientiert erwiesen, sich strategisch mit funktionierenden Maßnahmen zur Mitarbeitergewinnung zu beschäftigen.

Nur mit nutzbaren Benefits werben!

Zum dritten funktionieren nur Maßnahmen zur Mitarbeitergewinnung, die für potentielle Mitarbeiter auch nutzbar sind. So bringt es wenig mit vorhandenen Wohnungs- und Betreuungsmöglichkeiten zu werben, wenn die Kapazitäten lokal total erschöpft sind und die Kommunen mit dem Ausbau hinterherhinken.

Warum der Mittelstand besonders gefordert ist

Mittelständler in Deutschland bedeutet in erster Linie oft, dass das Unternehmen inhabergeführt ist. Die durchschnittliche Beschäftigtenzahl liegt bei 9 (Kleinstunternehmen nach der EU Definition) bis 49 Mitarbeitern (kleines Unternehmen nach EU Definition) und richtet sich auch nach dem erzielten Umsatz. 99,6% der Unternehmen in Deutschland zählen so zu den kleinen und mittleren Unternehmen (KMU). Diese beschäftigen 60% aller sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten. Aber nicht nur diese harten Fakten machen den Mittelstand zu etwas besonderem.

Mittelständler zu sein, heißt auch Tradition zu pflegen

Wissenstransfer findet direkt von Generation zu Generation statt. Von der Idee bis zur Gründung und zur Unternehmensnachfolge sind viele Mittelständler Familienbetriebe und Personengesellschaften. Sie leben für ihr Unternehmen, brennen für ihre Ideen und sind bestrebt sich gesamtgesellschaftlich einzubringen sowie bereit zu investieren. Sie ernähren viele ArbeitnehmerInnen und deren Familien und bei weitem ist diese Wechselwirkung längst nicht jedem bewusst.

Nur, weil sich also Menschenmangel in der Republik breit macht und es generell schwerer wird Fachkräfte, Nachwuchs und Talente für sein KMU zu finden und zu binden, heißt das nicht, dass ein Mittelständler alles und jeden einstellen muss. Wenn z. B. die Unternehmensnachfolge sich nicht (mehr) regeln lässt, verschwinden viele Mittelständler und damit auch Vielfalt vom Markt. Ist die Auftragslage über Jahrzehnte hinweg gesichert und das Unternehmen wirtschaftlich stabil muss ein Mittelständler nicht mehr zwangsläufig wachsen. Wenn es keine Azubis und Fachkräfte mehr gibt, die sich als Bäckerlehrling oder hinter der Verkaufstheke sehen, werden auch Traditionen einfach verschwinden. Vielfalt im Mittelstand könnte also auch zukunftsorientiert Durchlässigkeit durch besondere politische bzw. personalpolitische Maßnahmen bedeuten.

Der Mittelstand muss Lösungen produzieren

Betrachtet man die durchschnittliche Zugehörigkeit eines Arbeitnehmers zum Betrieb und die damit verbundene Gesamtzeit der Erwerbstätigkeit von der Ausbildung bis zur Rente käme es nicht nur dem Handwerk zu Gute, wenn man auch mit 30, 40 oder 50 nochmal einen völlig neuen Beruf durch duale Ausbildung oder ein Studium (auch artfremd) erlernen dürfte. So würden sich unter Umständen auch langfristige Perspektiven für die Unternehmensfolge ergeben. In der zweiten Lebenshälfte, im Durchschnitt mit 42,5 Jahren, verändern sich viele Arbeitnehmer bzw. Menschen erneut nachhaltig. Sie ziehen Bilanz, suchen neue Perspektiven oder wollen schlicht bisher nicht geglücktes, aufgeschobenes oder nicht erreichtes angehen. Sie sind gefestigt in Ihren Wünschen und sensibilisiert für Ihre Bedürfnisse.

Für Sie als Mittelständler macht es also durchaus Sinn das Thema Vielfalt vielfältig, langfristig und strategisch anzugehen. Als Unternehmer können Sie sich sowohl selbst, als auch Ihre Mitarbeiter sowie weitere Führungskräfte zu Vielfalt weiterbilden lassen.  In jedem Unternehmen ist Vielfalt und Leben auch auf Arbeit und nicht nur zu Hause nach Feierabend. Haben Ihre Mitarbeiter Spaß bei der Arbeit und bereitet Ihnen das, was sie tun Freude wirkt sich das auch positiv auf das Betriebsklima sowie Ihre Kunden und Produkte aus.

Was wir für Ihr KMU tun können, wenn Sie uns lassen

Gern unterstützen wir Sie bei der Entwicklung und Integration von funktionierenden Konzepten und Maßnahmen zur Mitarbeiterbindung und -gewinnung. Durch Analysen, Befragungen oder/und unser Angebot zum Wissenstransfer bieten wir gerade Kleinst- und Kleinunternehmen bezahlbare und praktische Lösungen. Ihre Wünsche und Bedürfnisse setzen wir mit besonderen Formaten, ressourcenschonenden Einsatz Ihrer Mittel und durch das Beantworten von konkreten Fragestellungen um. Bei Querschnittsthemen, wie Vielfalt, Inklusion und Vereinbarkeit von Beruf und Familie schöpfen wir für Sie lösungsorientiert aus 11 Jahren Erfahrung in der Betreuung von KMU und deren Mitarbeitern.

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