Digitalisierung, Recruiting, Googlization

Googlization ist ein Neologismus, der die Ausweitung der Suchtechnologien und der Ästhetik von Google auf weitere Märkte, Webanwendungen und Kontexte, einschließlich traditioneller Institutionen, beschreibt. Der rasante Aufstieg der Suchmedien, insbesondere von Google, ist Teil der Geschichte der neuen Medien und der digitalen Transformation und lenkt die Aufmerksamkeit auf Fragen des Zugangs und der Beziehungen zwischen kommerziellen Interessen und Medien.

Keine Unternehmensfunktion wird durch Technologie und Demografie so stark verändert wie die Personalbeschaffung. Bewährte Rekrutierungspraktiken funktionieren nicht mehr. Neue Berufskategorien entstehen, traditionelle Berufe verschwinden, und die Beschäftigungstechnologien entwickeln sich in exponentiellem Tempo weiter.

Auswirkungen der Googlization auf die Personalbeschaffung

  • Zu viele unqualifizierte Bewerber verstopfen den Einstellungsprozess, was es schwieriger macht, qualifizierte Bewerber zu finden, und die Dauer der offenen Stellen verlängert.
  • Wenn Stellen unbesetzt bleiben, werden die damit verbundenen Aufgaben entweder an unerfahrene Mitarbeiter delegiert oder überhaupt nicht ausgeführt. Infolgedessen leiden die Gesamtproduktivität und die Rentabilität des Unternehmens, und einige Unternehmen verzögern oder reduzieren strategische Initiativen.
  • Manche Unternehmen sehen sich aber auch gezwungen, Mitarbeiter einzustellen, die entweder vom Temperament her oder fachlich nicht für die Stelle geeignet sind. Das Ergebnis ist, dass zwei von fünf einstellenden Managern eine schlechte Einstellung auf den Druck zurückführen, die offene Stelle zu besetzen. Dies führt zu Mitarbeiterfluktuation, Fehlern und Unfällen sowie zu allgemeiner Ineffizienz.

Wie Ira S. Wolfe hervorhebt, müssen sich Personalvermittler ein Beispiel an den Vermarktern nehmen, um durch Markenbildung, organisches Marketing und Beziehungspflege die Talente anzuziehen, die ihre Unternehmen brauchen. Es ist an der Zeit zu lernen, wie man im Zeitalter der Googlization – der Ausweitung der Google-Suchtechnologien auf mehr Märkte und Kontexte – rekrutiert, oder, wie ich es nenne, „Recrooglization„.

Recrooglization ist die Verschmelzung der Wissenschaft von Google mit der Kunst des Recruitings. Google hat die Art und Weise, wie Menschen online arbeiten, kommunizieren und interagieren, verändert. Das Unternehmen hat uns Informationen an die Hand gegeben und Big Data zum Mainstream gemacht. Auf diese Weise hat es das Spielfeld zwischen Unternehmen und Kunden, Arbeitgebern und Arbeitnehmern geebnet. So wie die Bewerber die Personalvermittler anziehen müssen, müssen die Personalvermittler jetzt die Bewerber anziehen.

Im Zeitalter der Rekognoszierung sind passive Kandidaten für Ihre Rekrutierungsstrategie genauso wichtig wie aktive Kandidaten. Klick um zu Tweeten

Das ständige Rampenlicht bedeutet, dass Ihre Online-Marke kristallklar sein muss – wenn Sie Ihre Website und Ihre Social-Media-Profile nicht so optimieren, dass sie potenzielle Mitarbeiter ansprechen, werden Sie zukünftige Talente verlieren.

6 Tipps für die erfolgreiche Umsetzung eines neuen, digital gesteuerten Rekrutierungsprozesses

Vertrauen und Beziehungen aufbauen

Arbeitgeber müssen sich von der Vorstellung verabschieden, dass sie einen magischen Kandidaten aus dem Hut zaubern können, sobald eine Stelle frei wird. Stattdessen sollte sich Ihre Rekrutierungsstrategie darauf konzentrieren, die Beziehungen zu einem großen Online-Netzwerk über einen längeren Zeitraum zu pflegen.

Seien Sie SEO-freundlich

Ihr Unternehmen sollte an so vielen Stellen wie möglich suchbar (und auffindbar) sein. Nutzen Sie Schlüsselwörter, soziale Medien und Marketing, um Ihre Online-Präsenz und Ihr Suchranking zu verbessern. Der Arbeitskräftepool ist vielfältig, also werfen Sie ein weites Netz aus und bleiben Sie dabei auf Ihre Zielgruppe fokussiert.

Nutzen Sie Big Data

Bei der Rekrutierung geht es um Metriken, aber zu wenige Unternehmen verfolgen ihre Rekrutierungsbemühungen. Sie müssen ein klares Verständnis Ihrer Talent-Pipeline haben, so wie die Vertriebs- und Marketingteams ihre Kunden-Pipeline verstehen. Die Kosten einer datengesteuerten Personalbeschaffung verblassen im Vergleich zu den Kosten für verpasste Chancen und schlechte Einstellungen, wenn eine Stelle unbesetzt bleibt.

Schreiben Sie kreative Stellenbeschreibungen

Von den Millionen von Stellenausschreibungen, die derzeit im Internet zu finden sind, sind sicher nur 1 Prozent wirklich interessant zu lesen. Denken und handeln Sie kreativ, wenn Sie Stellenausschreibungen veröffentlichen – schreiben Sie eine Geschichte, nicht nur eine Liste von Fähigkeiten und Aufgaben, und Sie werden sich leicht von Ihren Mitbewerbern abheben.

Vergessen Sie die Offline-Welt nicht

Es ist leicht, sich in der digitalen Welt mit all den verfügbaren Technologien und Geräten zu verlieren, aber es ist auch nützlich, Offline-Möglichkeiten für potenzielle Bewerber zu schaffen, um mit Ihrem Unternehmen in Kontakt zu treten – ja, sogar Millennials mögen den persönlichen Kontakt. Versuchen Sie, Meet-ups, Happy Hours oder Workshops in Ihrem Büro zu veranstalten.

Beziehen Sie aktuelle Mitarbeiter ein

Sehen Sie es einmal so: Jeder in Ihrem Unternehmen ist ein Recruiter. Ihre Mitarbeiter haben alle ihre eigenen Netzwerke, online und offline – sie kennen wahrscheinlich andere Menschen, die für eine Tätigkeit in Ihrem Unternehmen qualifiziert sind. Beziehen Sie Ihre Mitarbeiter in Ihre Social-Media-Aktivitäten ein und bieten Sie Empfehlungsprämien oder andere Anreize für das Teilen von Stellenangeboten.

Letztendlich geht es bei der Rekognoszierung darum, die Verantwortung für Ihre Marke zu übernehmen und eine kohärente, überzeugende Botschaft zu formulieren, die Sie mit potenziellen Mitarbeitern teilen. Wenn Sie sich darauf konzentrieren, die Aufmerksamkeit aktiver und passiver Bewerber gleichermaßen zu gewinnen, wird es Ihnen viel leichter fallen, gute Mitarbeiter einzustellen.

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