Scrum erfolgreich umsetzen durch Mitarbeitertraining und konstruktive Retrospektive bei Scrum-Projekten

Um ein neues Scrum Team auf die Erfolgsspur zu bringen, müssen die Voraussetzungen stimmen. Mitarbeiterschulung und die Professionalisierung der Retrospektive durch das Scrum Team sind Schlüsselfaktoren. Scrum als Rahmen für die Entwicklung von Software ist seit zehn Jahren auf dem Vormarsch. Auch andere Produktentwickler nutzen das Erfolgsprinzip. Trotzdem ist der Bekanntheitsgrad im Management begrenzt. Gerade für den Einstieg lohnt es daher, sich die Schlüsselfaktoren anzusehen.

Worauf es bei der Scrum Schulung ankommt

Als Leitbild zum Verständnis von Scrum hilft es, sich die Herkunft dieser Arbeitstechnik zu vergegenwärtigen. Der Begriff stammt aus dem Rugby. Er beschreibt eine Situation, in der eine Gruppe von Spielern die Köpfe zusammensteckt und gemeinsam versucht, den Ball nach vorne zu bringen. Im weitesten Sinne geht es um die Organisation eines Projektes und die Zusammenarbeit eines Teams nach bestimmten Regeln. Das Besondere von Scrum liegt einerseits darin, dass es mit Projektmanagement zu tun hat, aber andererseits sich durch das Agile abgrenzt. Während im Projektmanagement Ziele von Anfang an festgelegt werden, ist bei Scrum die Flexibilität die Konstante. Damit reagiert man auf die heutigen Kundenbedürfnisse. Der Ursprung dieses Prinzips entstammt dem „agilen Manifesto“. Darin brachten 17 Softwareentwickler im Jahr 2001 grundlegend neue Wertvorstellungen zu Papier. Ein Beispiel ist die Norm, die Zusammenarbeit mit dem Kunden als wichtiger ansieht als die Vertragsverhandlung. Scrum und agiles Arbeiten führen Normen des Qualitätsmanagements weiter. Anders ist jedoch der Ansatz, dass die Idee des Produktes im Verlauf neu gefasst werden kann.

Durch diese deutlichen Unterschiede von Scrum zu herkömmlichen Arbeitsweisen müssen Mitarbeiter ein tiefes Verständnis für die dahinter liegenden Wertvorstellungen und Prinzipien entwickeln.

Kennzeichnend ist die selbstständige Arbeitsweise des Scrum Teams

Die klassische Führung durch Entscheider findet in einem Scrum Team so nicht statt. Die Unternehmensführung muss dem Team vertrauen. Eine entscheidende andere Komponente ist das Erlernen des agilen Denkens im Sinne von Anpassung und die Entwicklung von selbstlernenden Prozessen. Zum besseren Verständnis könnte man sagen, dass es auch in diesen Bereichen eine Fortentwicklung des Qualitätsmanagements gibt: Das zyklische Prinzip der ständigen Verbesserung, plan-do-check-act, wird im Sinne einer flexibleren Reaktion fortgeführt.

Erfolgreicher Feedback-Prozess als entscheidender Faktor

Scrum sieht am Ende sogenannter Sprints Retrospektiven vor. Sprints sind zwei – bis vierwöchige Arbeitsphasen im Team, innerhalb derer ein Teilziel erreicht wird. Das Unternehmen muss für die folgende Feedbackrunde, in der besprochen wird, was dabei gut und was weniger gut lief, einen vertrauensvollen Rahmen liefern. Ängste müssen abgebaut werden, damit die Teammitglieder sich öffnen. Im weiteren Verlauf sollte das Feedback bei den Beteiligten immer wieder wachgerufen werden.

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