Fachkräftesicherung im KMU: Die Arbeit im Wandel der Zeit

Schon seit mehr als 10 Jahren wandeln sich die Anforderungen sowie die Bedingungen rund um die Arbeit und den Arbeitsplatz. Im Vordergrund steht für viele Mitarbeiter nicht nur ein guter Lohn bzw. Gehalt sondern vor allem die Frage nach dem Sinn ihrer Arbeit. Sie wollen ein gutes Betriebsklima erleben und spüren, dass sie dazu gehören, und mit ihrer Arbeit zur positiven Unternehmensentwicklung beitragen. Die Unternehmenskultur ist auch ausschlaggebend für die Entscheidung eines potentiellen Kandidaten für einen Arbeitsplatz in ihrem KMU. Gemeinsame Aktivitäten mit der Mitarbeiterfamilie bzw. den Kollegen gehören mittlerweile zum beruflichen Alltag hinzu.

Wissen Sie, was in ihren Mitarbeitern vorgeht?

Kommen Sie gern und motiviert zur Arbeit? Oder wünschen Sie sich schon am Morgen, dass bald Feierabend ist und Sie zu Hause nach dem rechten sehen können? Die Mitarbeiterbefragung bringt Antworten auf solche und andere Fragen. Sie ist ein wertvolles und wichtiges Instrument, um zu erkunden, was ihre Leute umtreibt. Leider wird sie im Betriebsalltag bisher immer noch zu wenig angewendet. Lediglich die Hälfte aller Unternehmen befragt regelmäßig seine Beschäftigten. Und dabei ist es wichtig, die Arbeitsatmosphäre im eigenen Unternehmen regelmäßig unter die Lupe zu nehmen. Mitarbeiterbefragungen decken nicht nur Missstände auf und helfen Lösungen für diese Probleme mit den Mitarbeitern zu entwickeln. Sie tragen auch dazu bei, ihre Mitarbeiter langfristig zu motivieren und an ihr Unternehmen zu binden.

Ehrliche Antworten erhalten

Um ehrliche Antworten zu erhalten, müssen Sie als Arbeitgeber die richtigen Fragen stellen. Eine Mitarbeiterbefragung sollte professionell vorbereitet und durchgeführt werden. Fragen Sie bitte nur das ab, was auch später verändert werden kann. Die Glaubwürdigkeit der Befragung kann leiden, wenn ihre Mitarbeiter nicht genau vorher wissen, was mit den erhobenen Daten passieren soll. Sowohl für das präzise Fragen und Auswerten der Daten als auch für die Durchführung von Veränderungen braucht es Zeit, die viele, meinen, im Tagesgeschäft nicht zu haben. Dabei ist die Mitarbeiterbefragung neben den regelmäßigen Gesprächen mit ihren Mitarbeitern ein wichtiger Schritt zu mehr Mitarbeiterbeteiligung. Gern stehen wir Ihnen bei der Vorbereitung und Durchführung ihrer Mitarbeiterbefragung zur Seite.

Jobanforderung demografisch meistern

Die Arbeitszeit flexibilisiert sich und ihre MitarbeiterInnen müssen mit fortschreitenden Altern fit und belastbar bleiben. Seit 13 Jahren unterstützen wir kleine und mittelständische UnternehmerInnen mit passenden Produkten und Services als verlängerte Werkbank für die Geschäfts- und Personalleitung. Weiterbildung, Work-Life-Balance, Familienservice, Familienbeauftragte, Feel-Good-Manager, Eldercare, Ruhestandskompass sind typische Schlagwörter der neuen Arbeitskultur und einer anderen Einstellung zu Beruf(ung) und sozialem Umfeld. Während Politik zuverlässige Rahmenbedingungen erschafft, entwickeln Sie als Arbeitgeber dazu langfristige Personal- und Unternehmenskonzepte, um sich demografisch zu rüsten und ihr Unternehmen zukunftssicher auszurichten. Ihre Arbeitnehmer sorgen vor, um nach getaner Arbeit auch ihren Lebensabend genießen zu können.

Die Überalterung der Belegschaften ist für Sie als Arbeitgeber ebenso eine Herausforderung, wie ein verfrühter Ruhestand und, dass durch den demografischen Wandel immer weniger junge Menschen ins Berufsleben starten. Es gilt Know-How sowie Mitarbeiter so gut und lange wie möglich zu binden.

Wissenstransfer und Digitalisierung der Arbeit

Die Ressource Mensch ist der Motor im Unternehmen. Es besteht in den nächsten Jahren verstärkt die Notwendigkeit ältere Arbeitnehmer und deren Wissen im Unternehmen zu halten. Ein ausgeklügeltes Wissensmanagement schützt ihr Unternehmen auch, wenn in den nächsten 10 Jahren viele ältere Mitarbeiter in den Ruhestand gehen. In ihrem Unternehmen gibt es unterschiedliches Wissen, was unterschiedlich betrachtet und erfasst werden muss. Ihre Mitarbeiter wissen etwas über die:

  • Methoden (Wissen über Technik, Verfahren, Produktionsabläufe)
  • Organisation (Wissen über die Regeln, die speziell und intern in ihrem KMU gelten)
  • Beziehungen (Wissen über die Vertriebs-, Einkaufs- und Kommunikationskanäle sowie die richtigen Ansprechpartner)
  • Arbeitsorganisation (Wissen über Dokumentation, Buchhaltung, Formularwesen etc.)
  • Projekte (Wissen aus Kundenaufträgen)

Der Wissenstransfer muss immer strukturiert und zielorientiert erfolgen. Die Weitergabe von Wissen kann natürlich durch Einarbeitung erfolgen, durch Mentorenprogramme oder durch das Einrichten von Wissensdatenbanken, die jeder (entsprechend Rechtefreigabe) nutzen kann. Digitalisierung steht als Monsterbegriff über fast allen Prozessen, die in den nächsten Jahren im KMU verändert werden soll. Nicht alles bedarf einer Monsterlösung mit großem Budget. Ein Wiki, eine Cloud, ein Intranet, das Erstellen von Zusammenfassungen und einscannen vorhandener Dokument, Veranstaltungen können hier schon den Grundstein für den Wissenstransfer bilden. Auch gemeinsame Weiterbildungen sind ein Mittel den Wissenstransfer zu befördern. Hier müssen ältere Arbeitnehmer, die lange nicht in Weiterbildungen waren, durch kurze passgenaue Maßnahmen motiviert werden.

Mentoring – wie Ihr KMU profitiert

Ältere Mitarbeiter können in Zusammenarbeit mit jüngeren neue Technologien anwenden. Das Erfahrungspotential und der Wille Verantwortung zu übernehmen, ist vorhanden. Sie sind mit Ihrem Unternehmen besonders verbunden und sie halten Ihnen als Arbeitgeber öfter die Treue als jüngere. Als Personalentwicklungsinstrument bietet Mentoring die Chance, die persönlichen Beziehungen zwischen erfahrenen älteren und unerfahrenden jüngeren Mitarbeitern beim Wissenstransfer zu stärken. Ein Mentoring geht weit über die bloße Einarbeitung hinaus. Es legt den Grundstein für die zukünftige Führungskräfte- und Facharbeiterentwicklung. Mentoring findet auch Anwendung bei der Persönlichkeitsentwicklung oder in der Ausbildung des Nachwuchs.

Ruhestand und Rente

Während das Renteneintrittsalter sich weiter erhöht, planen viele Ihrer Arbeitnehmer Ihren Ruhestand schon lange vorher. Sowohl das bewusste Ausscheiden mit Abschlägen als auch das gesundheitliche Ausscheiden muss hier bei Ihrer Personalplanung berücksichtigt werden. Der Krankenstand ist trotz aller Benefits und Annehmlichkeiten rund um den Arbeitsplatz in vielen KMU sehr hoch. Viele Arbeitnehmer erkranken meist länger bzw. sogar im Laufe ihres Arbeitslebens chronisch. Dazu gehören auch Erkrankungen wie Burnout, Depressionen oder Rückenschmerzen. Ruhestandsregelungen, wie beispielsweise die Rente mit 63 Jahren sorgt dafür, dass Ihre bereits gemachte langfristige Personalplanung immer wieder angepasst werden muss. Hier können Sie mit der Schaffung von altersgerechten Arbeitsplätzen Ihre Mitarbeiter länger binden. Ebenso funktionieren Maßnahmen, die das Arbeiten an sich angenehmer machen und erleichtern. Die Flexibilisierung der Arbeitszeit sowie Maßnahmen im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements sowie eine bedürfnisorientierte Personalpolitik tragen zur Erhaltung der Arbeitskraft bei.

Wir unterstützen Ihre Personalarbeit

Fachkraft bleibt Fachkraft – egal in welchem Alter sich Ihr Mitarbeiter gerade befindet. Und auch, wenn die Leistungsfähigkeit und Belastbarkeit mit dem Alter abnimmt, bietet es sich an langfristige Bindungsmaßnahmen zu etablieren. Hier unterstützen wir Sie gern mit der passenden Beratung – sowohl individuell als auch in Form von Workshops als Weiterbildungsmaßnahmen. Für Ihre Beschäftigten sind wir gern an der Schnittstelle zwischen Erwerbs- und Privatleben aktiv. Mit unserem Familien- bzw. Fachkräfteservice bieten wir die Betreuungsflatrate für Ihr ganzes Team.

2 Antworten auf „Fachkräftesicherung im KMU: Die Arbeit im Wandel der Zeit“

  1. Pingback: erfahren und fit - fachkräftemangel mal anders angehen?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.