10 einfache Dinge die die Motivation der Mitarbeiter töten

Mit der Motivation der Mitarbeiter ist das so eine Sache. Es gibt unwahrscheinlich viele Messmethoden, ebenso viele Institute, die diese Mitarbeitermotivation messen wollen und noch mehr Beratungsgesellschaften, die Ihnen helfen wollen, ihre Mitarbeiter zu motivieren.

Wenn Sie die untenstehenden 10 Punkte berücksichtigen, sollten Sie weder die Fachkräftesicherer noch andere Helferlein benötigen – dann sind Sie und Ihr Unternehmen ein vorbildlicher Führer und Arbeitgeber.

Zahlen, Daten und Fakten helfen beim Demotivieren

Nochmal kurz zurück zu den Messungen der Motivation und emotionalen Bindung an Ihren Betrieb.

Das PEW Research Center

Da wäre zum einen das Pew Research Center aus den USA, welches einen Vergleich nach 20 Jahren liefert. 2.000 Angestellte wurden befragt und die Zufriedenheit ist im genannten Zeitraum um 10 Prozentpunkte gefallen. In den 3 Altersstufen ergaben sich folgende Werte:

Altersgruppezufriedene Angestellte
18 bis 2932%
30 bis 4926%
über 5030%
Mitarbeiterzufriedenheit 2000 Angestellte, Quelle: Pew Research Center

Das GALLUP Institut

Ein weiterer Player, der sich mit einer langfristigen Messung der emotionalen Bindung beschäftigt, ist das GALLUP Institut. Über deren Ergebnisse haben wir bereits umfangreich unter dem Schlagwort Gallup-Studie berichtet. Die Befragung ist nicht unumstritten, bietet aber gerade im Zusammenhang mit der A-B-C-Theorie gute Anhaltspunkte für ein fehlerhaftes Verhalten mitarbeiter-un-freundlicher und damit fachkräftemangel-beklagender Unternehmen.

Bevor wir gleich zu den 10 Todsünden für die Mitarbeitermotivation kommen, wollen wir den internationalen Vergleich herstellen.

Land / RegionAnteil A-Mitarbeiter
USA33%
Deutschland15%
Europa11%
Anteil emotional hochgebundener Mitarbeiter nach GALLUP | Auswahl aus 155 Ländern

Insbesondere stimmt uns als Fachkräftesicherer nachdenklich, wieviel Geld in die Motivation der Mitarbeiter investiert wird und wie wenig (im Grunde 0) das an den Zahlen nach Gallup ändert.

Was also läuft falsch bei der Motivation der Mitarbeiter?

Bei der Beantwortung dieser Frage müssen wir zunächst unterscheiden, welche Maßnahmen ergriffen werden. In den Workshops zur Fachkräftesicherung haben wir uns nicht ohne Grund mehr den nichtmonetären Maßnahmen zugewandt.

Die monetären Maßnahmen kennen Sie aus dem FF und Heerscharen von Vertriebsmannschaften wollen Ihnen allerhand Kartensysteme (Fitnessstudio, Fahrkarten, Tankkarten usw.) oder andere Sachwerte (Firmenfahrräder, Getränkestationen, Designermöbel etc.) zur Motivationssteigerung anbieten.

Aber wie lange halten die Maßnahmen vor?

Vorgesetzte werden darauf getrimmt, ihre Mitarbeiter zu motivieren. Müssen sie gar nicht. Es reicht vollkommen, sie nicht zu demotivieren.

Die ultimative TOP 10 Liste

Wiedereinmal haben die Amerikaner, in diesem Fall das National Business Research Institute aus Texas, uns Informationen aus Untersuchungen geliefert. Im speziellen Fall ging es um die Betriebe und die Ursachen für mangelnde Zufriedenheit – und das im Jahr 2019:

  1. schlechte oder fehlende Kommunikation
  2. unfaire Bezahlung
  3. Unsicherheit beim Job
  4. fehlende Anerkennung
  5. Chef hat seinen Liebling
  6. Überarbeitung
  7. Führungskraft als Nicht-Loslasser, Ständig-Kontrollierer und Besser-Wisser
  8. Manager nach dem Peter-Prinzip
  9. versagte oder fehlende Entwicklungschancen
  10. Führungskraft, die arrogant, ungerecht und herrisch ist

Aus diesen 10 Punkten können Sie und wir nur eine Schlussfolgerung ziehen:

Vermeiden Sie diese 10 De-Motivatoren! Klick um zu Tweeten

Und wir unterstützen in bewährt praktischer Weise beim gesamten Lebenszyklus ihrer Mitarbeiter. Versprochen!

Das Beispiel schlechthin

Ein Konzern hatte das „Jahr der Lebensversicherungen“ ausgerufen.

Alle Mitarbeiter zogen an einem Strang, setzten alles daran, das Geschäft mit den Lebensversicherungen zu steigern. Und tatsächlich. Unter äußerster Kraftanstrengung schafften sie ein Plus von 50 Prozent.

Auf der Jahresabschlussfeier bedankte sich der Vorstandsvorsitzende, die Belegschaft war in Feierlaune.

Und dann sagte der Chef diesen einen Satz, der die Stimmung in den Keller trieb: „…und im nächsten Jahr werden wir diese Summe nochmals um 30 Prozent steigern. Das ist unser neues Jahresziel!“

Das Ergebnis zu halten wäre schon ein Erfolg. Schließlich hatten alle Mitarbeiter sich dem einen Ziel untergeordnet, andere Aufgaben hintangestellt, sich aufgeopfert. Das Ergebnis noch einmal zu steigern, schien unmöglich.

Das Lob verpuffte, es klang fast wie ein Vorwurf, nach: „Da ist immer noch Luft nach oben.“ Über das Erreichte konnte sich an diesem Abend niemand mehr freuen.

Der Motivationskiller hatte einen Blattschuss gesetzt.

Blick zurück nach 2015

Natürlich gab es solche Listen über schlechte Arbeitsbedingungen, Führungskräfte und Aufgaben schon früher. Damit Sie und wir uns die vergangenen Fehler immer vor Augen halten können, möchten wir die Motivationskiller 2015 des schon oben genannten National Business Research Institute hier auflisten:

  1. Pessimismus
  2. Gehalt
  3. Unsicherheit
  4. Druck
  5. Geringschätzung
  6. Vetternwirtschaft
  7. Entscheidungen – ohne die Basis
  8. Zeitverschwendung
  9. Rumbrüllen
  10. (fehlende) Kommunikation

Noch weiter zurück – 2009

Im 3. Jahr der Fachkräftesicherer haben wir dieses wichtige Thema schon einmal behandelt. Damals titelten wir ‚Angst um den Job als Motivationskiller‚ und hatten eine vollkommen andere Arbeitgeber-Arbeitnehmer-Situation. Dennoch ist es lehrreich sich auch diese TOP 10 ins Gedächtnis zu rufen und daraus die richtigen Schlüsse zu ziehen,

10 Dinge mit denen Führungskräfte die Motivation der Kollegen gefährden (c) familienfreund KG
10 Dinge mit denen Führungskräfte die Motivation der Kollegen gefährden (c) familienfreund KG

Wir helfen, wo wir können

Sprechen Sie uns einfach an. In einem kurzen Telefonat können wir die ersten Dinge klären.

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