Telearbeitsmedizin im digitalen Zeitalter

Welchen Stellenwert die Gesundheit im Berufsleben hat, erkannten die alten Ägypter bereits um 1.500 vor Christus. Im Papyrus Ebers wurde vor der schädigenden Wirkung von Staub auf Steinmetze berichtet. Auch der berühmteste Arzt der griechischen Antike Hippokrates untersuchte das Zusammenspiel zwischen Gesundheit und beruflicher Leistungsfähigkeit. Als im 19. Jahrhundert die Industrialisierung voran schritt, gewann die Arbeitsmedizin noch mehr an Bedeutung. Bereits im Jahr 1912 wurde in Berlin das Kaiser-Wilhelm-Institut für Arbeitsphysiologie gegründet, das im zweiten Weltkrieg geschlossen und als Max-Planck-Institut in Dortmund wieder eröffnet wurde.

Der moderne Betriebsarzt in der Digitalisierung

In großen Unternehmen haben sich in den letzten Jahrzehnten Betriebsärzte bewährt. Ihre Aufgabe ist es Arbeitnehmer zu beraten, präventive Maßnahmen zu planen und umzusetzen sowie einen wertvollen Beitrag zur Früherkennung zu leisten. Außerdem überwachen die Mediziner, ob die geltenden Regelungen für den Arbeitsschutz eingehalten werden.

Wie in vielen anderen Bereichen des Arbeitslebens hat die Digitalisierung auch vor der Arbeitsmedizin nicht halt gemacht. Beratungen erfolgen heute vermehrt über die Methode der Telemedizin.

Was leistet Online-Medizin?

Unter Telearbeitsmedizin versteht man eine Vielzahl von Versorgungsmöglichkeiten von Mitarbeitern. Sie erfolgen allerdings nicht ins einer Praxis, sondern mittels neuer Kommunikationsmöglichkeiten. Schließlich ermöglicht das Internet sich in Videokonferenzen auszutauschen. Voraussetzung dafür ist, dass ein internetfähiges Endgerät samt Webcam, Lautsprecher und Mikrophon sowie eine stabile Verbindung besteht. Als Alternativen bieten sich E-Mail oder Telefon zur Kontaktaufnahme an. Jede Art der medizinischen Leistung, die ortsunabhängig und ohne direktes Aufeinandertreffen von Patient und Mediziner erfolgt, fällt unter diesen Begriff.

Zahlreiche Vorteile für Mitarbeiter und Unternehmer

Personalchefs, die ihren Mitarbeitern die Möglichkeit einer betrieblichen Gesundheitsvorsorge und -beratung bieten, schlagen gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe. Das Angebot steigert nämlich die Motivation des Personals, das sich in seinen gesundheitlichen Problemen ernstgenommen fühlt. Außerdem bringen Arbeitgeber damit die wichtige Wertschätzung ein, die zu einer positiven Arbeitsatmosphäre beiträgt. Motivierte Angestellte bleiben Firmen treu und liefern einen höheren Arbeitsoutput. Außerdem spart diese Form der betriebsärztlichen Versorgung Zeit.

Manchmal scheuen sich Mitarbeiter aus Angst vor langen Wartezeiten davor zurück, einen Termin bei einem niedergelassenen Arzt zu vereinbaren. In einem Telefonat oder einer Videokonferenz können gesundheitliche Probleme zeitnah besprochen und mit der Therapie begonnen werden. Somit fallen Mitarbeiter kürzer aus, falls eine Krankschreibung notwendig sein sollte.

In der heutigen Zeit, wo die Mehrfachbelastung mit Familie, Job und Haushalt viele überfordert, reduziert der virtuelle Betriebsrat den Stresspegel.

In der digitalen Sprechstunde erhalten Mitarbeiter kompetente Beratung in gesundheitlichen Fragen. Sie ist sowohl in der Prävention als auch bei akuten Beschwerden ein Gewinn. Sollte eine längere Krankheit bestehen, kann der Verlauf über Videokonferenz oder Telefon beobachtet werden. Gut geeignet ist der virtuelle Betriebsart auch für Schulungen und die Begleitung bei chronischen Krankheiten.

medicassistance – Telemedizin im digitalen Zeitalter

Wer über aktuelle Entwicklungen in der Telemedizin auf dem Laufenden bleiben möchte, abonniert einfach den Newsletter über Arbeitsmedizin und Arbeitsschutz bei Medic Assistance, einem Dienstleister aus dem Fachkräftesicherer-Netzwerk.

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